Als urbane Nachverdichtung wurde ein Zweifamilienhaus auf einem dreigeschossigen Bunker errichtet. Auf den Bunker wurde ein neuer überkragender Baukörper gesetzt, der den Charakter des gealterten und mit Graffiti versehenen Betonwürfels bewusst erhält und diesen mit einem ebenso rauen und durch die Witterung alternden Material kontrastiert. Die Verbindung von Sichtbeton und Cortenstahl setzt sich auch im Innern fort, wobei der Cortenstahl hier in seiner ursprünglichen gewalzten Form für Brüstungen, Treppen und Verkleidungen eingesetzt wird. Hier werden Sichtbeton, Stahl und geschliffener Estrich in Beziehung mit warmen Holzeinbauten und -fenstern gesetzt. Eingangs-, Wohn-, Küchen- und Essbereich fließen ineinander, erhalten jedoch Zonierungen und Rückzugsbereiche. Über einen komplett verglasten Luftraum wird die offene Wohnebene entlang einer Sichtbetonwand mit dem privateren Obergeschoss verbunden. Alle Räume und Verkehrswege sind so angeordnet, dass stets ein direkter Blick in den Außenbereich ermöglicht wird und das Haus lichtdurchströmt und offen wirkt. Durch die Nutzung der Dachflächen für intensive Begrünung und eine minimal genutzte Grundstücksfläche werden die neue Flächenversiegelung minimiert und neue Retentionsflächen geschaffen.

  • Zweifamilienhaus als Aufstockung
  • Leistung: LP 1-8
  • Entwurf: bertbielefeld&partner
  • BGF: ca. 380 m²

 

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